Unser Pflegeverständnis

Wir pflegen und betreuen Menschen unabhängig von ihrer Kultur, Konfession und ihrer wirtschaftlichen und sozialen Situation. Wir haben ein Pflegeverständnis, das die Ganzheitlichkeit des Menschen zur Grundlage hat. Nach diesem Menschenbild besteht der Mensch aus Körper, Geist, Seele und Umwelt.

Unsere zentralen Abteilungen Verwaltung/Technik, Küche, hauswirtschaftliche Reinigung und Sozialdienst arbeiten hierfür den pflegerischen Leistungsbereichen zu.

Zwei Handlungsfelder sind für uns insbesondere von Bedeutung:

1.  Ressourcen und Kompetenzen

Durch unsere Arbeit wollen wir die körperlichen, geistigen und seelischen Ressourcen sowie sozialen Kompetenzen erhalten und fördern. Vorhandene Potentiale sollen mobilisiert werden. Wir möchten aber auch dazu beitragen, dass Selbstpflegedefizite erkannt und unter Würdigung der persönlichen Bedürfnisse ausgeglichen werden.

Hierfür fördern wir eine sinnvolle Tagesstruktur und das Gemeinschaftsleben. Wir geben Orientierungshilfen, die alle Sinne ansprechen. Wir orientieren uns an der individuellen Biographie, pflegen aktivierend. Insbesondere würdigen wir die persönliche Situation und Wünsche zum Lebensende.      

2. Gesundheit und Wohlbefinden

Wir wollen die Gesundheit unserer Bewohnerinnen und Bewohner erhalten und fördern. Hierfür kooperieren wir mit den in Tübingen niedergelassenen Ärzten und setzen deren Verordnungen der Behandlungspflege um. Wir bringen aber auch unsere fachlichen Einschätzungen ein und vertreten die Wünsche sowie Bedürfnisse der uns anvertrauten Menschen.

Ebenso arbeiten wir mit externen Therapeuten zusammen, um unsern Teil zum Gelingen von Behandlungen beizutragen. Eine große Bedeutung kommt hierbei etwa dem Erkennen und der prophylaktischen Intervention bei Dekubitusrisiko oder Pneunomie- und Thrombosegefahr zu.

Zudem ist das frühzeitige Erkennen von Defiziten bei der Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufnahme eine  wesentliche Voraussetzung dafür, um frühzeitige Maßnahmen einleiten zu können. Diese werden auf die individuelle Situation und Lebensgeschichte abgestimmt.

Schließlich sehen wir es als unsere Aufgabe an, mit den genannten Partnern individuelle Schmerzen zu erkennen, zu analysieren und Möglichkeiten der Behebung oder zumindest Linderung zu finden. Wir sehen das Schmerzmanagement als eine eigenständige Fachaufgabe an, die mit der Therapie von Ursachen zusammenhängen kann, aber nicht unbedingt muss.

Folgende Methoden bestimmen unser Arbeiten in Pflege und sozialer Betreuung:

  • Beziehung als Grundlage der Arbeit
  • Biografiearbeit
  • Zusammenarbeit mit den Angehörigen
  • Milieugestaltung sowie zeitliche und räumliche Orientierungshilfen
  • Validation (d.h. das Verhalten und Empfinden von Menschen mit Demenz als für sie gültig zu akzeptieren, also zu validieren)
  • Berücksichtigung der individuellen Realitäten bei der Pflege und in der Tagesstruktur
  • Berücksichtigung der individuellen Realitäten bei der Angebotsgestaltung und bei der Teilnahme

Die Abteilungsleitung Pflege für die stationären, teilstationären und ambulanten Leistungen ist zentral in der Geschäftsstelle angesiedelt. Sie ist - zusammen mit ihrer Stellvertretung - für die Umsetzung der pflegerischen Ziele und Vorgaben zuständig. Die Geschäftsstelle befindet sich im Erdgeschoss des Pauline-Krone-Heims.